SoLaWi – Warum du dir das JETZT anschauen solltest

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SoLaWi steht für Solidarische Landwirtschaft. Eine Art Biokiste, eine gemeinschaftlich getragene Lebensmittelproduktion, lokal, regional, saisonal, gesund. Gerade jetzt solltest du dir die Mitgliedschaft bei der SoLaWi nicht entgehen lassen.

Ich freue mich, dass wir seit gestern wieder dabei sind bei der SoLaWi.

Schon die allererste Gemüselieferung, die es am 4. April 2013 gab, haben wir live als Mitglied der Stuttgarter SoLaWi erlebt. Gespannt unsere Taschen gepackt. Gemüse abgeholt. Und uns ab da jede Woche der schönen Herausforderung gestellt, wöchentlich Kartoffeln und Karotten zu verarbeiten. Im Winter kreativ zu sein mit Kohl – Weißkohl, Rotkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing. Uns gefreut über Apfelsaft im Herbst und Erdbeeren im Frühsommer. Und miterlebt, wie die SoLaWi Stuttgart von anfangs rund 60 Ernteanteilen auf heute über 600(!) Anteile gewachsen ist.

Mit unserem Umzug 2020 weg aus dem Stuttgarter Kessel hat sich auch unser dortiger Verteilpunkt aufgelöst. Am neuen Wohnort in Stuttgart-Rohracker gab es zunächst zu wenige Interessierte, sodass kein Verteilpunkt eröffnet wurde. Um Fahrerei zu vermeiden, haben wir daher beschlossen die SoLaWi zu verlassen–

Und freuen uns heute um so mehr, zum 1. Januar 2023 wieder einzusteigen. Juppi!

Schön, dass du hier bist. Ich bin Kerstin, Autorin von Zero Waste – ohne Stress, selbstständig als Architektin für nachhaltige Projekte und Business Coach (IHK).

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Was ist eine Solidarische Landwirtschaft?

Was eine SoLaWi ausmacht?

„Die Landwirtschaft – nicht das einzelne Lebensmittel – wird finanziert. In der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) tragen mehrere private Haushalte die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs, wofür sie im Gegenzug dessen Ernteertrag erhalten. Durch den persönlichen Bezug zueinander erfahren sowohl die Erzeuger*innen als auch die Verbraucher*innen die vielfältigen Vorteile einer nicht-industriellen, marktunabhängigen Landwirtschaft.“

solidarische-landwirtschaft.org

Du merkst, SoLaWi ist ein System, das ganz anders funktioniert wie der normale Supermarkt, Bioladen oder Biokiste.

Hier kommst du zum Video, in dem ich dir erkläre, was eine SoLaWi ist:

Was ist eine SoLaWi?

Wie viel kostet die SoLaWi?

Du bezahlst nicht pro Kopfsalat 1,90€. Sondern du entscheidest dich, pro Monat einen Betrag X an die SoLaWi zu geben, damit der Bauernhof betrieben werden kann. Bei der Stuttgarter SoLaWi war es zunächst der Reyerhof (Demeter Bauernhof in Möhringen), später kamen weitere Partner*innen hinzu.

Mit den Beiträgen können die Hofmitarbeiter*innen ein Jahr lang arbeiten. Die Ernte wird unter den Mitgliedern der SoLaWi verteilt.

Wie funktioniert die SoLaWi?

Jede SoLaWi (in Stuttgart heißt es SoLaWiS) besteht aus einer Gruppe Menschen, die Lebensmittel konsumieren. Aus einer Gruppe Menschen, die Lebensmittel herstellen. Und aus einer Gruppe Menschen, die das Ganze organisiert.

Idealerweise –denn SoLaWi ist schon auch idealistisch– überschneiden sich diese drei Gruppen. Das heißt: Du bist als SoLaWi-Mitglied nicht einfach ein Konsument wie im klassischen Biosupermarkt. Sondern du darfst, kannst und sollst dich auch einbringen in den Rahmen drumherum. Sehr viel ehrenamtliches Engagement ist nötig, dass eine SoLaWi entsteht, läuft und wächst.

In welchem Umfang du dich engagierst, entscheidest natürlich du selbst. Wichtig ist mir, dass du das Bewusstsein dafür hast.

Wie komme ich an mein SoLaWi-Gemüse? Stichwort: Verteilpunkte

Abweichend vom System einer Biokiste wird das SoLaWi-Gemüse üblicherweise nicht jedem einzelnen Haushalt bis zur Tür geliefert.

Stattdessen gibt es sogenannte Verteilpunkte. Hier wird die Ernte für z.B. 15 Haushalte wöchentlich 1x angeliefert. Jedes Mitglied kommt dort vorbei und holt den eigenen Anteil an Gemüse, Obst, Brot, Eier etc. selbst ab.

Wie kann ich bei SoLaWi mitmachen?

In Stuttgart steigst du in die SoLaWiS üblicherweise zum 1. Januar eines Jahres ein.

Anmelden musst du dich aber schon früher, denn im Herbst gibt es einerseits eine Mitgliederversammlung. Andererseits die sogenannte Bieterrunde, bei der alle Mitglieder gemeinsam dafür sorgen, dass das fürs kommende Jahr notwendige Budget zum Betrieb des Hofs zusammenkommt.

„Der Einstieg ist immer im Herbst für das folgende Kalenderjahr möglich. Nächster Einstiegstermin ist der Tag der Bieterrunde, meist Anfang November (s. Terminliste). Ansonsten ist es erstmal nur möglich, „reinzutauschen“, das heißt, den Anteil eines Mitglieds zu übernehmen, das innerhalb des Jahres aussteigt. Hierfür führen wir eine Warteliste, bei Interesse wende dich an mail@solawis.de.“

solawis.de/fragen-zu-einstiegausstiegverwaltung/

Sehen wir uns dort?

Herzlichst!

Kerstin

PS: Wenn du nicht in Stuttgart nach einer SoLaWi suchst, sondern anderswo, dann nutze diese Karte des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft:

Zum Weiterlesen

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