Ökologischer Rucksack: Die 5 besten Schummel-Tricks für eine grandiose persönliche Ökobilanz

jählicher Verbrauch an Rohstoffen, im Vergleich: Durchschnitt der Nutzer, mein eigener, Zielwert 2030

Du willst wissen, wie nachhaltig dein Leben ist, und beantwortest die Fragen im Online-Rechner zum ökologischen Rucksack (oder ö. Fußabdruck, water footprint etc.). Das Ergebnis ist ein Näherungswert, der dir wunderbar Orientierung gibt, aber natürlich längst nicht 100% für bare Münzen zu nehmen ist.

Beim Eingeben deiner Antworten hast du drei Möglichkeiten:

  • Einfach nur die Fragen beantworten.
  • Die Fragen beantworten und weiter denken: Fehlt etwas? Ist das stimmig?
  • Schummeln, damit das Ergebnis nicht ganz so erschreckend wird…

Wenn du schummeln willst, lies die 5 folgenden Überschriften, ohne den Text darunter.

Sicher bist du hier gelandet, weil du nicht wirklich schummeln magst, sondern weil dich beschäftigt, wie du nachhaltiger leben kannst. Für ein möglichst realistisches Ergebnis, das dir der Online-Rechner zum ökologischen Rucksack ausspuckt, lies darum auch die Abschnitte zu den 5 Schummel-Tricks, und nicht nur die Überschriften.

Frohes Berechnen!

Schummel-Trick 1:
Haustiere? Hund, Katze, Pferd nicht berücksichtigen

Zwar werden im Rechner zum ökologischen Rucksack die Haustiere nicht abgefragt. Aber in den letzten Jahren wurde zunehmend klarer, welchen Klimaschaden wir durch unsere süßen Kätzchen, braven Hunde und edlen Pferde verursachen.

Spätestens seit Veröffentlichung der Studienergebnisse der Schweizer Firma ESU Services haben wir die Fakten auf dem Tisch. Das solltest du aus der Studie “Ökobilanz von Haus- und Heimtieren” wissen:

  • “Je grösser und schwerer das Tier, desto höher sind die verursachten Umweltbelastungen.”
  • “Im Vergleich zum durchschnittlichen Konsum einer in der Schweiz lebenden Person erhöht die Haltung eines Pferdes diese Umweltbelastungen um mehr als einen Drittel.”
  • “Beim Hund sind es etwa fünf Prozent, bei kleineren Tieren um die drei Prozent oder weniger.”

Katastrophe, findest du nicht auch? Zähneknirschend muss ich mich also mit dem Gedanken anfreunden, dass mein Wuffl zwar mir äußerst gut tut, für mein Klima-Gewissen aber schädlich ist.

Schummel-Trick 2:
Autofahrten, Zug- und Flugreisen: private Strecken zählen, berufliche weglassen

Ganz ehrlich? Um die Berechnung deiner Strecken zum Eintragen in den Rechner beneide ich dich ganz und gar nicht. Ich weiß genau, wie langwierig das ist.

Deine Kilometer zum Einkaufen, zu Familie und Freunden oder zu Ausflügen hast du bereits gezählt? Top!

Vergiss außerdem nicht die Strecken, die du beruflich zurücklegst. Zum Meeting alle zwei Wochen von Düsseldorf nach Köln? Regelmäßig zum Kunden nach München? Und überhaupt erst mal von Zuhause ins Büro? Da kommt schnell ordentlich was zusammen.

Schummel-Trick 3:
Private elektronische Geräte zählen, berufliche weglassen

Das Handy tragen wir bei uns, das Tablet liegt auf dem Sideboard, das Notebook wartet im Regal auf seinen Einsatz und vielleicht tickt die Smart-Watch unhörbar am Handgelenk. Zuhause sind wir ordentlich ausgestattet mit elektronischen Geräten, nicht wahr?

Was wir beim Beantworten der Fragen zum ökologischen Rucksack leicht vergessen, sind die Geräte am Arbeitsplatz. Als Freelancer bzw. Selbstständige_r mit Homeoffice hast du hier das große Los gezogen: Wahrscheinlich sind deine Geräte sowohl privat als auch beruflich genutzt.

Bei den meisten von uns sieht’s allerdings anders aus: Wir haben zuhause das ganze Equipment, und am Arbeitsplatz gleich nochmal. Zumindest ein eigener Rechner gehört zur normalen Ausstattung am externen Arbeitsplatz, egal ob angestellt oder im eigenen Business.

Um mit unserer Arbeit Geld zu verdienen, nutzen und benötigen(?) wir diese Geräte. Daher gehören sie auch in unsere Verantwortung und in unseren ökologischen Rucksack.

Schummel-Trick 4:
Bereits ausgezogene Kinder zur Anzahl der Bewohner des Hauses/ der Wohnung mitrechnen

Deine Kinder sind zwar schon ausgezogen und leben in eigenen Wohnungen oder Häusern, aber für dich haben sie noch immer einen Platz in deinem Zuhause? Aus Elternsicht kann ich das unglaublich gut verstehen!

Die Verantwortung für die Ressourcen und den Energieverbrauch tragen wir aber voll, denn -Hand aufs Herz-, wie oft werden diese Räume tatsächlich von den Kids genutzt?

Schummel-Trick 5:
Ferienhaus oder Zweitwohnsitz außen vor lassen

Dass du gar nicht an euer Ferienhaus denkst, wenn du den Rechner zum ökologischen Rucksack ausfüllst, kann ich gut nachvollziehen. Immerhin ist das Zuhause ja der Hauptwohnsitz und im Ferienhaus haltet ihr euch viel seltener auf.

Ähnlich ist es, wenn du -beispielsweise aus beruflichen Gründen- zwei Wohnsitze hast, die außer dir niemand nutzt.

Zwar wirst du im Winter immer nur dort richtig heizen, wo du dich tatsächlich aufhältst. Auch Warmwasser und Strom verbrauchst du jeweils nur dort, wo du gerade bist.

Aber die Ressourcen und Energie, die zum Bau beider Wohnmöglichkeiten notwendig waren, gehen leider auf dein Konto. Ebenso sämliche Instandhaltungen, Erweiterungen, Ausbauten und später der Rückbau.

Zumindest anteilig solltest du also beide Wohnsitze berücksichtigen, wenn du dir vom Ökologischer-Rucksack-Rechner ein möglichst realistisches Ergebnis wünschst.

Mehr zum ökologischen Rucksack?

Was genau dahinter steckt, wie schwer beispielsweise mein ökologischer Rucksack ist und was du tun kannst, um deinen eigenen zu erleichtern, liest du im Artikel Nachhaltigkeit berechnen: Was wiegt DEIN ökologischer Rucksack?

Volksbegehren Artenvielfalt in BaWü: Was du JETZT für Bienen und Co. tun kannst

Alle reden vom Artensterben. Berechtigterweise! “Seit dem Jahr 1900 sind die Arten, die auf dem Land leben, um mindestens 20 Prozent zurückgegangen. Von den Feuchtgebieten sind bereits 85 Prozent zerstört. Mehr als 40 Prozent von Amphibienarten, mehr als 30 Prozent der Korallenriffe und mehr als ein Drittel aller Meeressäuger sind in Gefahr”, wie der Deutschlandfunk hier berichtet.

„Volksbegehren Artenvielfalt in BaWü: Was du JETZT für Bienen und Co. tun kannst“ weiterlesen

Mandelmilch selber machen: Das 2-Minuten-Rezept. Bye-bye, Tetrapak!

Mandelmilch selber machen - lecker und einfach

Du hast wenig Zeit, willst Müll reduzieren, gesund und nachhaltig leben? Tetrapack für Sojamilch & Co. geht dir auf den Senkel? Wer Mandelmilch trinkt und ZeroWaste leben möchte, kennt das Tetrapak-Problem. Mit meinem 2-Minuten-Rezept zauberst du einfach und schnell eine leckere Mandelmilch, ohne Müll zu produzieren.

„Mandelmilch selber machen: Das 2-Minuten-Rezept. Bye-bye, Tetrapak!“ weiterlesen

Finde die besten Bio-Cafés in Stuttgart

Café in Stuttgart mit Bio-Kaffee: Zeit zu genießen!

Einkaufen im Bioladen ist schon fast Standard für dich. Zuhause im Kaffee-Vollautomat, im Espresso-Kocher, in der French-Press oder im klassischen Filter verwendest du mit gutem Gefühl die besseren Kaffeebohnen, das bessere Kaffeepulver. Bio ist hier dein neues “normal”.

Inzwischen fragst du dich: Wie mache ich das, wenn ich unterwegs richtig guten –also auch fürs Gewissen guten– Kaffee, Espresso, Cappuccino trinken will? „Finde die besten Bio-Cafés in Stuttgart“ weiterlesen

Einkaufen ohne Müll. Nur wo?

Du willst ja weniger Müll produzieren. Alle reden von “Zero Waste” und “plastikfrei”, aber die Realität sieht leider ganz anders aus. Du fragst dich: 

Wo kaufe ich ein, ohne Berge an Müll zu produzieren?

Bestimmt hast du dich nicht nur ein Mal geärgert, wenn du im Supermarkt dann doch wieder die eingeschweißte Gurke, das Netz Zwiebeln, einen Tetrapack Milch und eine Packung Snacks in den Einkaufswagen gelegt hast. Und zuhause die Müllberge zu sehen, nervt dich regelmäßig aufs Neue.

„Einkaufen ohne Müll. Nur wo?“ weiterlesen

Nicole von Biotopica Farm verrät uns ihr Rezept für fruchtbaren Boden

Nicole führt als Selbstversorgerin für sich, ihre Familie und die zur Farm gehörenden Tiere einen Permakultur-Hof. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilt sie auf ihrem lesenswerten Blog Biotopica Farm.

Darüber, wie man den eigenen Boden fruchtbar macht und hält, weiß sie genau Bescheid. Es ist kein Wissen um kurzfristige Erfolge wie in der konventionellen Landwirtschaft und teilweise auch in durchschnittsdeutschen Gärten. Ihr geht es darum, das gute Leben im Boden langfristig zu fördern.

Lest selbst, lernt und lasst euch inspirieren!
Liebe Nicole, Danke für das Interview! „Nicole von Biotopica Farm verrät uns ihr Rezept für fruchtbaren Boden“ weiterlesen

Nachhaltige Monatshygiene – Wie du dich vom monatlichen Müll, Kosten & Ekel befreist

„Geiler Scheiß!“ – Klappe, die Fünfte.

Foto von SandraSandra produziert mit ihrer Monatshygiene keine Berge an Müll mehr: Keine Tampons, keine Binden, keine Klebestreifen der Bindenrückseite und -flügel, keine Plastikhülle, auch keinen Karton.

Sie spart jeden Monat bares Geld für diese Wunderprodukte unserer Zivilisation. Und sie hat sich von einigen Ekelaspekten befreit. Dich interessiert, welche Alternative sie für sich gefunden hat? Lies hier mehr! „Nachhaltige Monatshygiene – Wie du dich vom monatlichen Müll, Kosten & Ekel befreist“ weiterlesen