Dein Job ist Bullshit? Wie du Nachhaltigkeit im Beruf findest

Arbeit ist Macht – Nutzt du sie?

Auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt: Was wir tagtäglich als Arbeit leisten, verändert die Welt. Beeinflusst sie. Ob wir wollen oder nicht. Wir bestimmen durch unsere Arbeit, wie die Welt morgen aussieht.

Erwerbsarbeit ist Geld ist Energie.
Vom Ausgeben und  Verdienen.

Wir stecken Lebensenergie in unsere Arbeit. Im Gegenzug erhalten wir (unter Anderem) – Geld. In Geld steckt Energie: Mit unseren Moneten haben wir die Möglichkeit zu bestimmen, was unterstützenswert ist und was nicht.

Wir geben Geld aus und sagen damit dem Markt: Ja, so weiter! In diese Richtung bitte! Alles, was wir am Markt ignorieren, schwächen wir.

Viele von uns sind bereits auf diesem Trip: Wir überlegen uns fein säuberlich, welche Produkte wir kaufen, wofür wir unser Geld ausgeben. Wir unterstützen gerne Demeter, Bioland, Naturland, bei Kleidung halte ich nach dem GOTS-Siegel Ausschau, und so weiter.

Jetzt sollten wir weiter denken: Welche Auswirkungen hat nicht nur mein Konsum, sondern welche Auswirkungen hat meine Arbeit?

Lebensenergie für sinnvolle Arbeit einsetzen

Stell dir vor, du könntest deine gesamte Lebensenergie für Dinge einsetzen, die global gesehen Sinn machen. Hand aufs Herz: Das ist traumhaft, oder?

Das wünschen sich die meisten Arbeitnehmer_innen: Sinn bei der Arbeit. Wie genau dieser Sinn aussieht, was es bedeutet, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

In der Studie „Attraktive Jobs: Was Fachkräfte sich von Arbeitgebern wünschen“ aus dem Jahr 2018 wurden Fachkräfte (nicht akademisch) befragt. Die Frage „Was bedeutet für Sie eine ‚sinnvolle Tätigkeit’?” beantworteten 45,8% mit “Ich kann mit meiner Arbeit insgesamt etwas bewirken.” Unter Akademiker_innen ist diese Rate noch höher. Das Zauberwort lautet Selbstwirksamkeit. Etwas bewirken können – Ja, das will ich auch.

Bei mir ist es die Nachhaltigkeit. Und zwar im ursprünglichen Sinne, wie die Forstwirtschaft sie versteht: Es geht [mir] darum, mit den Ressourcen eines Systems [unsere Erde] so umzugehen, dass sich das System aus sich heraus jederzeit regenerieren kann.

Du hast vermutlich bis hier gelesen, weil…

… du zu dem Teil der arbeitenden Bevölkerung zählst, dem der Sinn am Arbeitsplatz fehlt.

Willkommen im Club! Was fehlt dir genau? Ist es dir bewusst?

Ich mach mich jetzt ein bisschen nackt und erzähle dir, dass auch mir der Sinn in meiner Arbeit fehlt. Ich bin angestellte Architektin, arbeite Teilzeit, mache Bauleitung und diverse Dinge drumherum.

Ehrlich gesagt kannte ich diesen Zustand bisher nicht, dass sich das, was ich tue, sinnfrei anfühlt. Zumindest nicht über längere Zeit. Ich war schon immer ein offener, neugieriger, wissbegieriger Mensch. Ich habe diverse Hobbys ausprobiert und mich auf unterschiedlichste Weise gesellschaftlich engagiert. Als Jugendliche, junge Erwachsene und als Studentin habe ich eine vielfältige Palette an Jobs, Freiwilligendiensten und Praktika zusammengetragen.

Das alles hat mir nicht nur Freude bereitet und ehrlich Spaß gemacht, sondern brachte mir auch einen großartigen Erfahrungsschatz ein, von dem ich heute noch profitiere. Obwohl ich eine ziemlich introvertierte Ader habe, schätzen meine Freunde an mir meine Offenheit.

Schon immer war mir wichtig, sinnvolle Dinge zu tun und mich für die Umwelt und einen guten, friedlichen, gesunden Lebensraum für uns Menschen einzusetzen.

Inzwischen bin ich fertige Architektin. Nach meinem Studium arbeitete ich die ersten Jahre in echten Öko-Idealisten-Büros. Schließlich landete ich – und ja, es war die richtige Entscheidung – in dem Büro, in dem ich aktuell noch bin. Ein Jahr Elternzeit bereits abgezogen, bin ich fast 1,5 Jahre dort angestellt.

Dass ich mittelfristig unbedingt wieder zum Thema Nachhaltigkeit zurückkehren werde, ist kein Geheimnis. Meine Chefs wissen Bescheid (Offenheit!), aber dazu später mehr.

Erkenntnisse brachte mir das Übungsblatt aus meinem NachhaltigkeitsCoaching, ausgefüllt mit Fokus auf meine berufliche Situation.

Vielleicht kennst du das Blatt schon, wenn du den Blogpost Hilfe, wo fange ich an? gelesen hast oder zu meiner eMail-Crew gehörst.

Die Übung hat wunderbar funktioniert, und zwar ganz konkret so: Ich habe mich nach einem Arbeitstag hingesetzt, das Übungsblatt her genommen und alles notiert, was mir zum Arbeitstag einfiel.

  • Was habe ich genau gemacht?
  • Welche Tätigkeiten?
  • Welche Gespräche habe ich geführt?
  • Mit welchen Menschen hatte ich Kontakt?
  • Was war los?
  • Was stand auf meiner ToDo-Liste?
  • Welche Ziele wollte ich erreichen?
  • Welche Ziele habe ich erreicht?

Alle Gedanken landeten stichwortartig auf dem Übungsblatt. Das Ergebnis hat mir sehr geholfen zu beschließen, dass sich 2019 etwas ändern wird. Nein, ich bin nicht mit allem unzufrieden, obwohl es jetzt so klingen mag. Zu einigen Details wirst du an anderer Stelle mehr erfahren.

Bevor du weiterliest, lade ich dich ein, dir das Übungsblatt in dein eMail-Postfach zu holen – kost’ nix, ist ein Geschenk. Ich freue mich, wenn es dir ebenfalls zu mehr Klarheit verhilft.

Ja, das Arbeitsblatt hätte ich gerne!
Bitte schicke es mir an:

 

Du erhältst zuerst das Arbeitsblatt und in den nächsten Tagen den Mini-Kurs “nachhaltig leben” – zwei Geschenke für dich. Wenn du später per Mail nicht auf dem Laufenden bleiben möchtest, kannst du dich jederzeit austragen.

 

Zurück zum Thema.

Der Haken an der Sache: Die Realisierung meines Plans für 2019 ist schwieriger für mich, als mir lieb ist.

So hart ist die Umsetzung: 3 Ausreden, um im alten Status Quo zu bleiben und die Komfortzone nicht zu verlassen.

Ausrede Nr. 1:
Ein Klassiker – Ich sehe mich in der Pflicht, für unsere 4-köpfige Familie die Lebenshaltungskosten mit zu decken. Wohnen, Ernährung, Mobilität, Freizeit, Weiterbildung, Kinderbetreuung, etc. Obwohl wir mit einem relativ kleinen ökologischen Rucksack automatisch in vielen Bereichen gar nicht so schlecht ranken, was sich auch aufs Finanzielle auswirkt, kommt natürlich trotzdem Einiges zusammen.

Ausrede Nr. 2:
Meine beiden Chefs sind großartige Menschen. Ich mag sie persönlich sehr gern, schätze ihre Art und habe großen Respekt davor, wie sie ihre großen (öffentlichen) und kleinen (privaten) Bauprojekte durch die Bauphase manövrieren. Dabei haben sie ein besonderes Geschick, Hindernisse zu umschiffen und Herausforderungen zu bewältigen. Ich hoffe ja, diese positiven Eigenschaften färben ab 😉

Ausrede Nr. 3:
Ich kann das nicht. Ich muss mich erst noch besser vorbereiten, um in die Selbstständigkeit zu wechseln, die ich mir vorstelle. Ein typisches Frauenproblem, oder? Theoretisch weiß ich ja, dass hier am besten hilft, einfach zu machen.

Und jetzt der Schwenk von meinen persönlichen Ausreden auf dich und uns, voilà. Findest du dich in diesen drei Abschnitten wieder?

Wir lullen uns ein mit faulen Ausreden. Aber wie werden wir später auf unser Leben zurückblicken?

Gerade JETZT ist die richtige Zeit für Veränderung!

Uns allen ist klar, dass WIR in der Pflicht sind, etwas für die Zukunft unserer Kinder zu tun, unseren Planeten für sie zu bewahren. Ins Tun zu kommen mit Maßnahmen gegen die Klimakrise, gegen die Müllberge und für die Artenvielfalt.

  1. Wir müssen aufhören, uns selbst leid zu tun, weil wir feststecken in Verpflichtungen.
  2. Wir dürfen anfangen darüber nachzudenken, ob wir uns nicht einfach selbst festgekettet haben. Und:
  3. Wir sollten uns dringend befreien von allem, was uns nicht gut tut, was uns gar nicht oder nur halb erfüllt.

Denn mit allem, wovon wir wissen, dass es „eigentlich“ nicht richtig ist, belasten wir unsere Erde. Und bedrohen die Zukunft unserer Kinder.

Ihr erhaltet hiermit mein Versprechen, dass ich 2019 nutzen werde, um meine Energie wieder ganz und gar DEN Dingen zu widmen, die mir wirklich, wirklich ein Herzensanliegen sind.

Bist du dabei?

Hol dir das Übungsblatt, gewinne Erkenntnisse und lass dich,wenn du magst, von mir unterstützen. Ich freu mich auf dich und deine Power!

Deine –Business Coach (IHK)– Kerstin


Foto: Profilbild von Simon, Titelbild “Business” von Tim Reckmann, CC BY 2.0

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