Einkochen in Überfluss-Zeiten

Einen großen Teil des Gemüses, das wir konsumieren, bekommen wir wöchentlich über eine Solidarische Landwirtschaft. Eine bestimmte Menge Gemüse ist also einfach immer “da” und möchte verarbeitet werden. Das ist gut, denn so konsumieren wir tatsächlich mehr Gemüse, als müssten wir es nach Bedarf einzeln im Laden kaufen.

Andererseits gibt es Phasen, da kommen wir nur schwer hinterher. Sinnvoll ist dann natürlich das Anlegen von Vorräten. Wenn auch nur in kleinem Umfang, so haben wir dennoch immer wieder Gemüse haltbar gemacht. Einfrieren geht nicht, denn die Tiefkühle haben wir mangels Nutzung und aus Energiespargründen vor einigen Jahren rausgeschmissen.

Eine weitere Methode zum Haltbarmachen ist das Einkochen. An Tagen, wo die Zeit zum Kochen fehlt, ist das super: Statt einer Konservendose öffnen wir ein Einweckglas, erhitzen den Inhalt und haben ein fertiges Essen auf dem Tisch.

Wichtig ist beim Einkochen aber, sich an einige Grundregeln zu halten, um keine Probleme mit sich öffnenden Gläsern und verdorbenem Glasinhalt zu bekommen. Wärmstens empfehle ich euch die facebook-Gruppe* “Einkochen wie zu Omas Zeiten“. In den zur Verfügung gestellten Dateien findet man alles, was man zum richtigen, also sicheren Einkochen wissen muss, inklusive diverser Rezepte für herzhafte Speisen mit und ohne Fleisch, Kuchen, Brot etc.

Das Beitragsbild hier zeigt einen eingemachten Gemüse-Eintopf. Aus den Infos in oben genannter Gruppe kannst du dir Anleitungen für eigene Vorräte zusammentragen. Viel Freude beim Ausprobieren!

Und was hat das nun mit Nachhaltigkeit zu tun?

Nachhaltig wäre das Einkochen meiner Meinung nach nicht, wenn man sich überwiegend von Eingekochtem ernährt – Zu hoch ist der Energieverbrauch bei der Haltbarmachung, zu groß das Risiko von Nährstoffverlusten. Nachhaltig ist es aber dann, wenn ich durch gelegentlichen Verzehr von Eingemachtem an anderer Stelle keinen Schaden anrichte:

  • Ich spare mir Verpackungsmüll von Fertigprodukten, sei es die Konservendose Ravioli, die Tiefkühlpizza oder die Instant-Packung mit chinesischer Nudelsuppe.
  • Ich spare mir den Einkauf, den Verpackungsmüll, das Unterstützen konventionell erzeugter Produkte und die oft ungesunden Inhaltsstoffe von Auf-die-Hand-Snacks, sei es das Tomate-Mozzarella-Wrap aus der Cafeteria, der Burger vom Mäckes, der Obstsalat-to-Go vom Imbissstand oder das belegte Brötchen vom Industriebäcker.

Natürlich: Hier und da ein Snack auf die Hand, wenn’s lecker schmeckt und gut tut, darf das gerne mal sein! Schön ist es aber, Entscheidungsfreiheit zu haben. Ich KANN auch zuhause, und entscheide mich oft gerne dafür.

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* Hinweis der Admins: Die Dateien, Rezepte und Anleitungen stehen allen Interessierten zur Verfügung, jedoch nicht zur kommerziellen Nutzung.

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