Fahrräder aus Bambus

“Geiler Scheiß!” – Klappe, die Erste.

bambusbikes-svenSven entwickelt und baut Fahrräder aus Bambus. Gemeinsam mit David gründete er in Karlsruhe die Bambus-Fahrrad-Manufaktur Gaia Bikes. Mehrere Gaia-Räder – darunter eins der allerersten Bambus Full Suspension MTB – sind inzwischen im Einsatz und lassen Biker-Herzen höher schlagen. Sven steckt an mit seiner großen Leidenschaft für diese Art der Fortbewegung. Wir freuen uns, im Interview mit ihm mehr über seine Passion und Innovation erfahren zu haben.

Let’s get addicted!

​Weniger Müll, weniger Plastik​?

​Ich zeige dir, wie du das schaffst ohne stundenlange Recherche und ohne Stress. Leiste deinen Beitrag – entspannt, schnell und einfach. Mach mit bei Weniger Müll, weniger Plastik, ​die 7-Tage-Challenge für echte Ergebnisse. Lass dich informieren, wenn die nächste Runde startet.

​Wichtig: Bestätige die eMail, die gleich in deinem Postfach ankommen sollte. Du kannst direkt loslegen ​mit dem Fahrplan zu weniger Müll. ​Gelegentlich sende ich dir Anregungen ​zu den Themen "​weniger Müll" und "nachhaltig leben" und zu meinen ​Angeboten. ​​​​Packen wir's an​!

Worum geht’s?

Eigentlich ist es ziemlich simpel! Wir bauen Fahrradrahmen aus dem unglaublich schnell wachsenden Material Bambus –  bis zu 30 Zentimeter wächst die Pflanze an einem einzigen Tag. Die Idee des Bambus-Fahrrads an sich ist nicht neu: Das erste Bambusrad wurde schon 1894 der Öffentlichkeit präsentiert.

Was uns ausmacht? Wir haben den Anspruch, einerseits technisch sehr hochwertige, andererseits ökologische, nachhaltige Rahmen zu bauen. So nutzen wir beispielsweise Bambus aus der Region und machen einen großen Bogen um die im Rahmenbau üblicherweise genutzten, sehr schädlichen Materialien.

Warum ist das für dich so großartig?

Naja, Fahrräder sind an sich ja schon wirklich großartig. Sie lassen uns schnell von A nach B kommen, bereiten sehr viel Fahrspaß, egal ob im Wald oder in der Stadt, bringen unsere müde gewordenen Körper mal wieder in Bewegung und ersparen uns auch noch sehr oft ein stinkendes Auto – von welchen es sowieso schon genug gibt.

Wenn man sich darüber hinaus von den energetisch sehr aufwändig herzustellenden Metallen immer weiter distanzieren kann und damit eine wirklich einzigartige Optik und Fahrdynamik schafft, gibt es für mich keinen Grund, dieses Potenzial nicht zu nutzen.

Mein Herz schlägt höher, wenn ich Menschen begegne, die von unserer Idee begeistert sind und uns unterstützen möchten. Daran erkenne ich immer wieder, dass es gut ist dran zu bleiben, und das gibt uns enorm viel Kraft. Deshalb DANKE an alle, die uns unterstützen!

Warum ist’s nachhaltig? Warum ist’s großartig für die Welt, für andere Menschen?

In meinen Augen werden viel zu viele Produkte gebaut, die eine vorgegebene Lebensdauer haben. Das Handwerk verabschiedet sich (durch Massenprodukte) immer mehr. Und vor allem fehlt mir oft die Liebe zum Detail.

Es geht auch anders: In etwa fünf Tagen wächst an einer Pflanze das Material für ein Gaia-Bambusrad. Dazu kommt unsere Materialauswahl für die Bindungen, Verklebungen die wir immer weiter in Richtung Umweltverträglichkeit entwickeln.


Fotos von Gaia-Bikes

  • “Geiler Scheiß” trifft es hier wirklich! (Übrigens tolle Kategorie! Hat mich sofort angesprochen. ;))
    Ich kannte diese Räder bisher noch gar nicht, finde es aber eine absolut geniale Idee, Räder aus Bambus zu bauen.
    Vielen Dank fürs Teilen!
    Liebe Grüße
    Julie

    • Hi Julie,

      lieben Dank für dein positives Feedback :)) Nischen-Ideen wie diese hier sind oft super spannend!

      Viele Grüße,
      Kerstin

  • Die Ökobilanz eines Bambusfahrradrahmens ist sicherlich besser als die eines Carbonrahmens. Aber wie schaut es im Vergleich mit Aluminium und Stahl aus? In den Rohrverbindungen des Bambusrahmens stecken etwa 500g Epoxidharz. Das endet irgendwann als Sondermüll, während sich Aluminium und Stahl sehr gut recyceln lassen.
    Wirklich nachhaltig ist es, alte Fahrräder instand zu setzen und weiter zu nutzen. Ich renoviere gerade ein französisches Tourenrad aus den 50er Jahren. Trotz Vollausstattung mit Beleuchtung, Schutzblechen, zwei Gepäckträgern und durchweg Stahlteilen wiegt es in Originalzustand ganze 14kg, die heutigen Treckingräder sind durchweg schwerer.