01/09/2020

Die 7 besten Anti-Stress-Tipps

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01.09.2020

Die 7 besten Anti-Stress-Tipps

Oder: Mit welchem Erste-Hilfe-Programm du dich durch heiße Phasen navigierst.

Das Wort „Krise“ kann ich ehrlich gesagt schon nicht mehr hören. Nicht nur Corona, auch der Klimawandel, das Artensterben, die gigantischen Müllberge und Plastikinseln in Flüssen und Ozeanen, das alles sind echte Krisen.

Wenn du diesen Artikel liest, fühlst du dich selbst mittendrin. Und du suchst Auswege. Langfristige Lösungen sind die besten. Langfristige Lösungen sind nachhaltig.

2020 war bisher auch für mich ein echt verrücktes Jahr. Kleiner Blick hinter die Kulissen:

  • Zum 1. Januar bin ich im Vollererwerb in die Selbstständigkeit gestartet.
  • Kurz vor Beginn des Corona-Lockdown haben wir mit Freunden ein wunderschönes, denkmalgeschütztes Haus gekauft. Das Sanieren hat direkt begonnen und wird uns noch eine ganze Weile begleiten.
  • Umzug Ende Juni, Übergabe der alten Wohnung.
  • Gleichzeitig haben wir das Glück, eine Art große Wohngemeinschaft neu für uns zu gestalten – Und damit auch eine XXL Herausforderung vor allem auf sozialer Ebene.
  • Die Eingewöhnung unserer Kleinen im Kindergarten begann wenige Tage vor der Corona-Schließung. Zum Glück war sie schnell warm dort und konnte nach einigen Monaten auch die Notbetreuung –ziemlich happy– besuchen.
  • Unsere Große hatte seit März in Summe drei Wochen Kurz-Unterricht in der Schule. Vor allem sozial ist das echt happig! In ihrem Alter hing ich stundenlang mit Freundinnen zusammen – ULTRA wichtig für eine glückliche Kindheit & Jugend.
  • Durch die Empfehlung zur sozialen Isolierung fiel unglaublich viel Hilfe weg, die unserer ganzen Familie sonst enorm gut tat und für Entspannung sorgte.
  • Richtige Pärchenzeit hatten wir zuletzt einen Tag im Mai – Ein gemeinsamer Ausflug, das war wunderschön. Sonst geben wir uns die Klinke in die Hand, um Familie, Haushalt, Selbstständigkeiten, Haussanierung und was sonst noch so anfällt gemanaged zu bekommen.

Anfang August gab es für mich einen Moment, in dem ich merkte, dass mir gerade tatsächlich alles ECHT viel zu viel ist.

„Jammern hilft nicht“ – das stimmt natürlich. Mir ist glasklar, dass es den meisten Familien ähnlich geht. Und genau darum teile ich das alles mit dir.

Das half mir, den Tiefpunkt zu überwinden:

Die Notbremse zog ich Anfang August.

Nach einem super emotionalen Abend und einer unruhigen Nacht setzte ich mich vormittags hin und beschäftigte mich NUR mit mir – suchte, entwickelte und notierte Lösungen, um diesen Overload zu überwinden.

Damit sind wir beim ersten und vielleicht wichtigsten Tipp:

1) Nimm dir Zeit für dich selbst

Leichter gesagt als getan, richtig?

Aber spätestens dann, wenn du merkst, jetzt ist ein echter Tiefpunkt erreicht, wirst du (hoffentlich) automatisch umschalten.

Gönn dir das! Denn nur, wenn es dir selbst gut geht, kannst du für Andere da sein und Anderen Gutes tun.

Diese Zeit für uns selbst sollten wir uns langfristig nicht nur in Krisen nehmen, sondern einfach regelmäßig im Alltag. So können wir unsere Akkus aufladen und bleiben generell besser in Balance, auch in stürmischen Zeiten.

2) Hol dir Tipps von der Anti-Stress-Expertin

Als Erstes stöberte ich bei meiner Online-Freundin Ruby Nagel im Blog (bei ihr war ich auch schon zu Gast zum Thema Leben ohne Mikroplastik). Denn ich war mir sicher, dass ich hier einige wertvolle Tipps finden würde.

Und –YES!–, es gab ihn, Rubys Notfallplan für stressige Phasen:
6 ehrliche Tipps für echte Entspannung, innere Ruhe & starke Nerven

Unbedingt reinlesen, es lohnt sich! Ich überlege, im September auch Rubys Detox-Kurs zu besuchen. Findet online statt und man lernt dabei auch nochmal ganz viel über Stress(bewältigung).

3) Lege dir eine Soulfood-Liste an

Wenn bei mir so richtig viel los ist, fällt’s mir nicht leicht, einen entspannten Gegenpol zu finden. Dann fehlen mir einfach die guten Entspannungs-Ideen. Crazy!

Rubys Tipp, sich eine sogenannte Soulfood-Liste anzulegen, war daher perfekt für mich.

In meinem Bullet-Journal listete ich an meinem Reset-Vormittag alles auf, was mir gut tat. Ich bin sicher, da sind einige Sachen dabei, die Andere lustig finden. Aber das macht nix, denn es geht um MEINE persönlichen Tipps von mir für mich.

Nimm dir 10 Minuten Zeit und sammle, was dir gut tut. Was DIR (!) gut tut. Schnurzpups, ob das jetzt allgemein als „Entspannung“ angesehen wird oder nicht.

2 Beispiele aus meiner Liste:

  • Gesicht und Füße mit richtig kaltem Wasser waschen, bevor ich schlafen gehe.
  • Töchterchens Kopf küssen.

Was sind deine ausgefallensten Punkte? Teile sie unten in den Kommentaren mit anderen Leserinnen und mit mir – So machen wir uns gegenseitig Mut, nach unseren echten Quellen der Entspannung Ausschau zu halten.

4) Bekoche dich selbst

Kochst du viel für Andere und achtest dabei darauf, was ihnen schmeckt – Gleichzeitig würdest du für dich selbst ganz anders kochen? Oder kochst du für dich selbst nur selten, weil es sich einfach nicht lohnt?

Beschenk dich mit einem Essen, das GENAU nach deinem persönlichen Geschmack ist. Koche nach Lust und Laune eine Mahlzeit FÜR DICH selbst.

5) Lade dir eine Meditations-App herunter & teste sie

Vor Jahren startete ich mit 7mind, stieg recht schnell auf Headspace um.

Headspace ist der heiliger Gral unter den Apps auf meinem Smartphone!

Die Meditations-App hilft dir, im Alltag echte Pausen einzulegen und dich für ein paar Minuten aus Allem rauszunehmen.

Trau dich, dir die Meditationspausen wirklich freizuschaufeln:

  • Sag den Menschen in deinem Umfeld Bescheid, dass du ein paar Minuten „raus“ bist.
  • Bitte darum, nicht angesprochen zu werden.
  • Schalte Telefon und Computer aus.
  • Stöpsle deine Kopfhörer an.
  • Los geht’s.

Headspace bietet in der Bezahl-Variante unzählige angeleitete Meditationen zu unterschiedlichsten Themen. Sie sind in aufeinander aufbauende Kurse zusammengefasst.

Wer keine Lust hat auf thematische Kurse, nutzt einfach die täglich neu erscheinenden Einzel-Meditationen.

Aber keine Sorge, auch die kostenlose Variante hat genug zu bieten! Nachdem ich zwei Jahre lang die Bezahlvariante genutzt habe, bin ich aktuell wieder in der kostenlosen Variante und auch damit super happy.

6) Handy-OFF-Zeit fest einplanen

Unser Gehirn ist leider nicht gemacht für das, was auf unseren Smartphones und auch im Computer so alles abgeht. Wir überfordern unser Gehirn, wenn wir ständig on sind.

Langfristig trägt das zu einem erhöhten Stresslevel bei.

Sei ehrlich zu dir selbst: Wie oft greifst du zum Handy und schaust einfach gewohnheitsmäßig drauf? Wie viel Bildschirmzeit zeigt dir deine Handy-Statistik an?

Plane eine feste OFF-Zeit ein. Manche nennen es auch Digital Detox. Wurscht! Sorge einfach dafür, dass dein Gehirn Ruhephasen bekommt und den Geräten nicht dauerhaft ausgesetzt ist.

Mir hilft es schon, mein Handy ganz oben aufs Regal zu legen: Aus den Augen, aus dem Sinn.

7) Pausen fürs Gehirn

Die Pausen fürs Gehirn beziehen sich nicht nur auf elektronische Geräte, sondern auf alles, was von dir Aufmerksamkeit fordert.

Wann hast du zuletzt einfach vor dich hingebummelt? Wann hattest du zuletzt Langeweile?

An jenem Vormittag, an dem ich mich neu sortierte, fiel mir auf, dass ich jedes Minütchen meines Lebens möglichst effizient zu nutzen versuchte.

  • Während der U-Bahn-Fahrt schaute ich nicht einfach nur aus dem Fenster, sondern füllte die Zeit super sinnvoll mit Headspace.
  • Beim Spaziergang mit meinem Hund hörte ich Business-Podcasts.
  • Abends hoffte ich inständig auf schnell einschlafende Kinder, um im Anschluss noch ein bisschen was zu arbeiten.

Mit meinem Leben bin ich gerade ULTRA happy – Das kann ich ganz ehrlich sagen und schreiben! Um das auch genießen zu können, sind Pausen das allerbeste. Wann sonst können wir glücklich lächeln über das, was so passiert?

Innehalten. Atmen. Sein.

Schreib in die Kommentare, was dir am besten hilft, wenn du gestresst bist. Teile deine Tipps, sodass auch Andere davon profitieren können.

Herzlichst!

Deine Kerstin

PS: Um sanft und kurzfristig mit Pflanzenwirkung zu entstressen, habe ich mir von Wala das Passiflora Nerventonikum aus der Apotheke geholt. Nope, das ist jetzt weder Auftragswerbung, noch ein medizinischer Rat. Passiflora ist in der Apotheke frei käuflich ohne Rezept. Lass dich ggf. trotzdem ärztlich beraten.

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Kerstin

​Ich bin Kerstin, NachhaltigkeitsCoach & Architektin. Ich helfe dir, auf dem Weg in ein nachhaltigeres Leben Hürden schnell und leicht zu überwinden und die richtigen Stellschrauben zu finden. Privatpersonen, Solopreneure und kleine Unternehmen unterstütze ich dabei, weniger Müll zu pro​duzieren, weniger Plastik zu verwenden und den ökologischen Rucksack zu erleichtern.

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