Kompostierfähiges Spültuch selbst häkeln

Sisal, Häkelnadel, fast fertiger Spüllappen

Im Garten nutze ich gelegentlich Sisal, Schnur aus Naturfaser. Vorteil ist, dass diese einfach verrotten kann und ich mich nicht extra um die Entsorgung kümmern muss, wenn nicht mehr benötigt. Sisalschnur ist etwas rau beim Anfassen.

Warum nicht genau diese Eigenschaften – raue Oberfläche, Naturfaser, Kompostierbarkeit – für andere Zwecke nutzen? Für ein Spültuch sind das doch super Voraussetzungen. Überlegt. Umgesetzt.

Häkelnadel rausgezogen, zwanzig Minuten gehäkelt, fertig!

Das Tuch ist zirka 15 x 15 Zentimeter groß. Bei den ersten Spüleinsätzen färbte das Material etwas aus, was beim Geschirrspülen für mich jedoch keinen Nachteil bedeutete. Inzwischen war das Tuch mehrfach in der Waschmaschine, funktioniert nach wie vor top und ersetzt in unserem Haushalt die weit verbreiteten Spülschwämme aus – meist gelbem – Kunststoff.

Das Spültuch in Kombination mit dem selbst angesetzten Orangenreiniger aus nur 2 Zutaten lässt sich z.B. der Herd super reinigen.

Du kannst nicht häkeln? Kein Problem!

Häkel-Anfänger finden beispielsweise auf youtube viele gute (Topflappen-)Anleitungen. Oder, noch besser, einfach mal die Oma fragen! Eine Freundin strickt sich ihre Spültücher, das klappt genau so gut.

 

Kompostierbares Spültuch selbst häkeln - DIY öko Küche
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Regionale Superfoods – Gesundes wächst auch um die Ecke

Natürlich, gesund ernähren wollen wir uns ja alle. Gerne habe ich hin und wieder auch schon eines der gerade so trendigen “Superfoods” gekauft. Jedoch: Es fühlt sich einfach nicht perfekt an, diese von weit her importierten Lebensmittel zu konsumieren.

  • Die CO2-Bilanz dieser Waren ist katastrophal, also schlecht für meinen ökologischen Fußabdruck.
  • Ich kenne nicht die Umstände, unter welchen diese Lebensmittel hergestellt werden, auch wenn ich darauf achte, dass es bio und fair gehandelt ist. Geht es den Produzenten gut? Wer erntet die Produkte? Was befand sich an den Produktionsstätten, bevor dort die Superfoods angebaut wurden? Schade ich durch mein Kaufverhalten vielleicht sogar?
  • Die Schadstoffbelastung kann sehr hoch sein, beispielsweise bei konventionellen Goji-Beeren aus China.
  • Superfoods sind in der Regel in kleinen Einheiten in Plastik verpackt.
  • Sie sind oft ziemlich teuer.

Was jedoch ist die Alternative?

Generell auf eine gesunde Ernährung achten

Sicherlich ist erst mal sehr wichtig, sich generell gesund zu ernähren, siehe hierzu beispielsweise den Artikel zu Clean Eating. Sich ein bisschen Superfood über’s Fastfood zu streuen, das wird der Gesundheit nicht wesentlich dienen.

Regionale Superfoods aus Bio-Anbau

Lebensmittel, die sich durch einen besonders hohen Gehalt an bestimmten Nährstoffen auszeichnen, die unserer Gesundheit besonders förderlich sind, interessieren mich natürlich. Folgende REGIONALE Superfoods sind mir bei meiner Recherche begegnet:

  • Brokkoli und andere Kohlarten, s. TEDxTalk “The DNA whisperer” von Tom Malterre
  • Leinsamen, auch als Öl (Omega-3-Fettsäuren, Alpha-Linolensäuren)
  • Hanfsamen (Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren)
  • Sprossen aus der eigenen Küche
  • Goji-Beeren aus eigenem Anbau
  • Heidelbeeren, Johannisbeeren, Sanddorn, Hagebutte
  • Brennnessel-Grün und -Samen

Punkten können diese Lebensmittel, weil  sie während der Saison für uns ultra frisch erhältlich sind. Aus dem eigenen Garten oder Balkon, aus dem Hofladen des lokalen Bio-Landwirts, vom Markt, vielleicht sogar wild wachsend. Betrachtet man das Thema “Superfoods” auf diese Weise, verlieren die momentan so trendigen Produkte an Attraktivität, denn:

“Frisch” schlägt “haltbar gemacht”,
“regional” schlägt “von weit her importiert”.

Bon’appetit!


Foto: „Brennnessel in Blüte“ von Lutz Blohm, CC BY-SA 2.0

Vanillezucker – Vorratsglas statt Einzelpäckchen

Bourbon-Vanille, Zucker, Vorratsglas

Die Schachtel mit Backzutaten in unserem Küchenschrank ist mir ein Graus, wenn ich mir überlege, wie wenig Inhalt in wie viel Verpackung eingetütet ist. “Step by step reduzieren” lautet die Devise. Begonnen habe ich bei Vanillezucker.

Ich habe verwendet:

  • eine Vanilleschote, bio (Leider in einem Plastikröhrchen verpackt, aber es ist nur EINE Verpackung und es wird eine Menge Vanillezucker ergeben.)
  • 250g Zucker (in meinem Fall Bio-Rübenzucker aus Deutschland, im Papierbeutel)

Zucker in ein Vorratsglas geben. Die Vanilleschote der Länge nach aufschlitzen. Den Inhalt der Schote auskratzen und auf den Zucker geben. Die ausgekratzte Schote ebenfalls ins Glas geben, Deckel schließen, alles kräftig durchschütteln.

Nach einigen Tagen Ziehzeit hat sich der Vanillegeschmack verteilt und du kannst den Zucker verwenden. Lecker als Zutat für das selbst gemachte Knuspermüsli, zum Kuchenbacken oder für Weihnachtsgebäck.

Lass es dir schmecken!

Plastikfrei zu leben fällt dir bei Backzutaten schwer? Reduziere step by step. Wie du beginnst, verrät dir LANA.

Knuspermüsli im Handumdrehen

Fehlt nur noch Flüssigkeit zum Müsli. Orangensaft, Milch, Sojadrink, Joghurt?

Ich verwende folgende Zutaten:

  • 400g Mehrkornflocken, bio, Papierverpackung
  • 100g Nüsse, Trockenobst, jeweils ganz oder zerkleinert nach Belieben
  • 75g Honig, Zucker, Zuckerrübensirup oder Ähnliches, meist bunt gemischt
  • 50g Butter
  • 50ml Wasser
  • 1 EL Nussmus nach Geschmack
  • 1 EL Vanillezucker aus unserem selbst angelegten Vorratsglas (keine Wegwerf-Einzeltütchen)
  • evtl. 1 EL Kakao-Pulver
  • evtl. 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Die trockenen Zutaten in einer breiten Schale vermischen.

Wasser, Butter, Süßungszutat/en und Nussmus in einem kleinen Topf bei kleinster Stufe unter Rühren erwärmen. Sobald sich eine flüssige, homgene Masse gebildet hat: Topfinhalt über die trockenen Zutaten gießen, beim Ausgießen direkt gut verteilen. Mit Salatbesteck oder zwei Esslöffeln sehr gut durchmengen, bis die Getreideflocken einheitlich benetzt erscheinen.

Backofen auf 200°C vorheizen, Flocken auf einem Blech verteilen und 10min backen. Blech rausnehmen, Flocken durchmischen, weitere 10min backen.

Ofen ausschalten, Hitze einige Sekunden entweichen lassen. Anschließend einen Holzlöffel in die Tür klemmen, damit sie gerade noch einen Spalt offen steht und die Restfeuchte entweichen kann. Im Ofen abkühlen lassen, in Vorratsglas füllen, fertig!

Variationen nach Belieben

Das Rezept lässt sich super variieren: Wie wäre es mit einem Mandel-Knuspermüsli? Gehackte und ganze Mandeln sowie Mandelmus verwenden. Schoko-Knuspermüsli gefällig? Kakao-Anteil erhöhen, statt Nussmus Schokolade zugeben. Frucht und Dinkel? Gleich 500g Flocken verwenden, eine Banane mit ein paar Datteln und Apfelsaft pürieren und zugeben.

Mut zur Improvisation!

Ins Knuspermüsli kannst du vielfältige Zutaten packen. Daher eignet es sich gut auch zur Resteverwertung. Im Schrank schlummert seit einiger Zeit z.B. eine angebrochene Packung Kokosflocken? Ein Glas Honig, das nicht leer werden möchte? Ein Restchen Obstsaft? Und so weiter. Alles potenzielle Ingredienzen für dein individuelles Knuspermüsli.

Bon’crunch!

 

 

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Orangenreiniger aus nur zwei Zutaten

aus Orangen wird Reiniger

Winter – die Zeit der Orangen. Aus den sonst auf dem Kompost landenden (Bio-)Orangenschalen lässt sich super einfach ein toller Reiniger zaubern.

Benötigte Zutaten:

  • (Bio-)Orangenschalen
  • Essig oder Essigessenz, ich nutze z.B. gerne Apfelessig

Orangenschalen in einem großen Glas sammeln, mit Essig aufgießen, verschließen und kräftig schütteln. Nach zwei bis drei Wochen, während derer ich immer wieder mal den Inhalt des Glases durch Schütteln bewege, ist das Projekt auch schon (fast) fertig.

Durch ein feines Sieb gießen, die Orangenschalen auf dem Kompost entsorgen und den fertigen Reiniger in einer gut verschlossenen Glasflasche zu den Putzsachen packen. Ich fülle einen Teil des Reinigers direkt in ein Glasfläschchen mit Pumpzerstäuber*, so ist es direkt einsatzbereit und lässt sich beispielsweise zum Herd-Säubern gleichmäßig verteilen.

Was kann der Reiniger?

Die Säure des Essigs wirkt super gegen Kalk. Bad- und Küchenfliesen strahlen wieder, Waschbecken und Toilette ebenfalls. Vorsicht mit den Badarmaturen: Generell kann Essig die Oberfläche der Armaturen angreifen, also an diesen Stellen nur kurz drüberwischen.

Der Wasserkocher ist mit Kalk verkrustet? Etwas Wasser rein, einen ordentlichen Schuss Orangenreiniger dazu, aufkochen, einwirken lassen, ausspülen – voilà.

Auch zum Ablösen von Etiketten ist der Reiniger geeignet – Und diese Arbeit fällt ja beim Versuch, plastikfrei und nachhaltig zu leben, öfters mal an, stimmt’s? Auf eine möglichst lange Einweichdauer achten, also gut einsprühen, abwarten, dann erst abrubbeln.

Die Inhaltsstoffe, die aus den Orangenschalen in den Essig übergegangen sind, sind wirksam gegen Fett und Gerüche. Im Test bei mir zuhause: Unser Besuch hat “Fleischküchle” (Frikadellen) auf dem Herd gebraten. Fettspritzer, Fettfilm inklusive Geruch ließen sich durch Einsprühen mit Orangenreiniger, feuchtem Abwischen und trockenem Nachwischen problem- und restlos entfernen.

 

Was sind deine Erfahrungen?
Welchen Einsatz findet der Reiniger bei dir?

Ich freue mich auf deinen Kommentar!
Sonnige Grüße sendet Kerstin

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* Erhältlich beispielsweise bei glas-artikel.de für knapp 2€.

 

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Meersalz-Nasenspray im nachfüllbaren Glasfläschchen

Sprühflaschen zur Nasenbefeuchtung

In der Schnupfenzeit ist uns Nasenspray ein häufiger und hilfreicher Begleiter. Die kleinen 20ml-Fläschchen aus dem Drogeriemarkt sind jedoch oft vollständig aus Plastik, die Verpackung aus Plastik und Karton – Immer wieder aufs Neue landet das alles im Müll. Muss das sein? In der Apotheke gibt es immerhin Sprays in Glasfläschen, verpackt in Karton, diese finde ich jedoch ziemlich teuer.

Selbst gemixtes Nasenspray im Glasfläschchen

Dabei ist es so leicht, eine Meersalz-Lösung selbst herzustellen! Für jedes Familienmitglied haben wir inzwischen ein mit Namen markiertes Fläschchen* zuhause stehen, 30ml, Glaskörper, lediglich der Sprühkopf ist aus Kunststoff. Es ist nachfüllbar und das Fassungsvermögen ist etwas größer als bei den gekauften Sprays. Es entsteht wesentlich weniger Müll und ist gleichzeitig preislich unschlagbar.

Bei Bedenken aus hygienischen Gründen kann man sich von Zeit zu Zeit einen neuen Sprühaufsatz besorgen. Der Glaskörper lässt sich mit kochendem Wasser sterilisieren.

Ich verwende:

  • abgekochtes Wasser
  • Meersalz ohne Zusätze wie z.B. Rieselhilfen, Jod oder Ähnliches

 

Zubereitung einer isotonen oder hypertonen Lösung

Die übliche Mischung aus Wasser und Salz ist isoton, entspricht unserer Schleimhaut und brennt normalerweise nicht. Isotone Lösungen besitzen einen 0,09-prozentigen Salzgehalt. Hierfür mischst du 100ml am besten noch warmes Wasser mit 0,9g Salz. Oder, wer auf Nummer Sicher gehen möchte und keine feinempfindliche Waage hat, verwendet 1l Wasser mit 9g Salz.

Wenn’s im Akutfall etwas kräftiger sein und das Spray die Schleimhaut zum Abschwellen anregen soll, mische ich eine zirka 2-prozentige Lösung (hyperton). Auf 100ml Wasser kommen also 2g Salz.

Natürlich ersetzt ein selbstgemachtes Nasenspray nicht den Gang zum Arzt, wenn man krank ist.

Lust auf eine weitere Idee mit nur zwei Zutaten? Probiere die Haarwäsche mit Roggenmehl – Ich liebe sie.

 

Meersalz-Nasenspray im nachfüllbaren Glasfläschchen, DIY, öko

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* Erhältlich beispielsweise bei glas-artikel.de für knapp 2,50€.

Hautcreme aus vorhandenen Zutaten

verschiedene Zutaten für Creme

Der Winter hat mir an den Händen sehr trockene Haut beschert, einfach mit Olivenöl einreiben half nicht, eine geeignete Creme hatten wir nicht im Haus.

Aus vorhandenen Ressourcen schöpfen

Gerne nutze ich – wie in der Permakultur gelernt – vorhandene Ressourcen. Daher habe ich zusammengeholt, was wir an geeigneten Ingredienzen für eine selbstgemachte Creme zuhause haben:

  • Olivenöl, kaltgepresst und bio, Glasflasche
  • Bienenwachs in Demeter-Qualität, ohne Verpackung erhalten
  • ein angebrochenes Döschen Wollfett, leider im Plastiktiegel
  • Honig, ebenfalls Demeter-Qualität, Glasbehälter
  • Propolis-Lösung, Glasfläschchen

Ergänzt habe ich:

  • Aloe-Vera-Saft, bio, Glasflasche

Um die richtige Konsistenz zu erhalten, habe ich ein Rezept abgewandelt, das eigentlich etwas andere Zutaten hatte, also ein anderes Öl und nur destilliertes Wasser oder Rosenöl, stattdessen nehme ich Aloe-Vera-Saft, da dieser als feuchtigkeitsspendend gilt. Ich habe verwendet:

  • 130 ml Olivenöl
  • 18 g Bienenwachs
  • 50 g Wollfett
  • 7 g Honig
  • 120 ml Aloe-Vera-Saft
  • 3 Tropfen Propolis-Lösung

 

Schritte der Zubereitung

Olivenöl mit Bienenwachs und Wollfett bei niedrigster Stufe in einem Topf erwärmen und immer wieder rühren, bis das Wachs geschmolzen ist. Zu hohe Temperaturen zerstören wertvolle Inhaltsstoffe der Zutaten!

Topf vom Herd nehmen, Propolis eintropfen und Honig einrühren, bis er sich aufgelöst hat.

Aloe-Vera-Saft schluckweise zugießen und gleichzeitig kräftig rühren. Alles mit dem Schneebesen ordentlich rühren, rühren, rühren – Damit sich Wasser, Fett und Öl gut vermischen und die Creme später kein Wasser absondert, während sie im Glas auf Nutzung wartet. Nach zirka zwei Minuten Rührzeit ist die Creme –

Fertig!

In mehrere kleine Gläser verteilen und gut verschlossen im Kühlschrank lagern. Viel Freude damit!

 

Die verwendeten Zutaten von links nach rechts: Aloe-Vera-Saft, Olivenöl, Bienenwachs, Wollfett, Propolis, Honig.
Aus der angegebenen Menge erhalte ich vier zirka halb volle 200g-Schraubgläser.

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Danke an Anja Steiner für folgenden Hinweis: Eine längere Lagerung der Creme ist möglich, wenn der verwendete Saft konserviert ist.

Weitere Ideen fürs Badezimmer? Schonmal Roggenmehl zur Haarwäsche verwendet? Daumen hoch, kann ich nur sagen 🙂

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Roggenmehl statt Shampoo

Mehl, Roggenmehl, Wasser

Man nehme ein bis zwei Esslöffel Roggenmehl, je nach Haarlänge, mische es mit etwas Wasser zu Brei, und fertig ist ein großartiger Shampoo-Ersatz.

Lebensmittel zur Körperpflege?

Es erschreckt dich, ein Lebensmittel zur Körperpflege zu benutzen? Das kann ich verstehen. Was für eine Verschwendung! Wenn man allerdings genauer hinschaut, tust du der Welt damit etwas Gutes:

  • Du erzeugst keinen Plastikmüll, denn Shampoo-Flaschen entfallen und Mehl wird meist in Papiertüten verkauft.
  • Du entlastest die Klärwerke. Die dort tätigen Bakterien kommen mit organischem Material, also dem von dir in den Abfluss gespülten Roggenmehl, viel besser klar als mit vielen Bestandteilen eines normalen Shampoos.
  • Du sparst Energie, die für die Produktion der unterschiedlichen Shampoo-Inhaltsstoffe, der Shampoo-Verpackung, Transport und Verkauf benötigt werden. Ein Teil davon wird natürlich auch zur Roggenmehl-Produktion benötigt. Aufgrund des weniger komplexen Herstellungsprozesses und der sich verringernden Waschabstände bei Roggenmehl-Wäsche dürfte die Bilanz jedoch für Roggenmehl sprechen.
  • Bei Verwendung eines bio-zertifizierten Mehls förderst du eine Landwirtschaft, die ohne Pestizide auskommt. Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Vielleicht interessiert dich unser Interview mit Sabine zum Thema “NoPoo”? Sie zeigt eine weitere Alternative zum normalen Shampoo aus der Plastikflasche: Sie nutzt Haarseife, die man stückweise, also lose kaufen kann, und ist damit sehr zufrieden.

“Clean Eating” – Wie man sich sauber gut ernährt

Nachhaltig, lecker und gesund soll es sein, was auf den Tisch kommt – Das ist schon lange mein Bestreben. Immer wieder neue Aspekte hierzu ergaben und fanden sich in den letzten Jahren.

Ein spannendes Konzept begegnete mir im Herbst 2016 in Form eines Buchs: Clean Eating – Basics* von Hannah Frey. Ich hab mich gefreut wie eine Schneekönigin, endlich eine große Zahl der mir wichtigen Aspekte zum Thema Ernährung gebündelt in Buchform zu finden, und direkt von einigen weiterführenden Aspekten und Anregungen profitieren zu können.

“Clean Eating bedeutet”, dass…

… wir unser Essen selbst zubereiten und wissen, was drin ist,

… das Kochen und Essen “bewusst und mit Achtsamkeit” geschieht,

… ich “auf Konservierungsstoffe, künstliche Aromen, Süßstoffe, Geschmacksverstärker und Transfette [verzichte]”,

… “Superfoods […] in den Speiseplan [integriert]” werden,

… wir uns “von biologischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln [..] ernähren”. Dieser Aspekt ist mir ein Herzensanliegen, kommt jedoch in Hanna Freys Umsetzung (Rezepte, Empfehlungen, Blog, weitere Bücher) leider zu kurz.

Eine wunderbare Zusammenstellung! Findet ihr nicht auch? Wer sich mit diesen Grundlagen näher beschäftigen möchte, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Ein Rezepteteil liefert tolle Inspirationen und neue Ideen.

Etwas fehl am Platz erschien mir das Kapitel zum Thema Yoga. Der Aspekt der “regionalen und saisonalen Lebensmittel” spiegelt sich im Rezepteteil leider nur gering wider, da muss man sich selbst ggf. weiter einarbeiten.

Nichtsdestotrotz: Ein Buch, mit dem ich von Herzen etwas anfangen kann und das ich darum gerne weiterempfehle. Einfach, weil es ein so schlüssiges, einfaches und für mich stimmiges Konzept beschreibt.

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Clean Eating Basicsalle Zitate beziehen sich auf
Frey, Hannah: Clean Eating – Basics*, Gräfe und Unzer Verlag, 2016, Innenseite Buchdeckel

Foto: „Wall_Food_10229“ von Michael Stern, CC BY-AL 2.0

Die 5 wichtigsten Dinge fürs erste Vierteljahr mit Baby

Ihr Lieben, das Leben ist ja so spannend! Die letzten Monate waren geprägt von Ausmisten, Abgeben, Loslassen. Unter anderem haben wir uns vom allergrößten Teil der noch übrigen, inzwischen mehrere Jahre alten Umstandskleidung und Baby-/ Kleinkindsachen getrennt.

Und just in dieser Phase macht sich neues Leben bemerkbar, winkt ein kleines Menschenfröschlein vom Bildschirm des Ultraschallgeräts. Ich war schon immer zögerlich, was Aussagen zur Zukunft angeht. Aber im Moment scheint es, als ginge es in die zweite Runde. Eine riesige Freude!

Vorfreudig befrage ich mich selbst und meine Umwelt: “Welches sind aus eurer Erfahrung heraus die 5 wichtigsten Dinge für die ersten 3 Monate mit Baby? Und welche Dinge haben sich bei euch als absolut überflüssig entpuppt? Klare Anschaffungsempfehlungen für … und Warnungen vor …?”

Zahlreiche Antworten, Tipps und Hinweise habe ich bekommen, herzlichen Dank an alle!!

Eine grob gegliederte Vorauswahl habe ich getroffen:

Tragen

  • Tragetuch, evtl. ein elastisches
  • “Mei Tai” von Fräulein Hübsch

Kleidung

  • insgesamt nur wenig Kleidung
  • Kleidungsstücke mit separat öffenbarem Windelbereich
  • Wollsachen: Wolle-Seide-Bodies, Leggins, Strickjacke, Mütze/ Haube
  • Schurwollstrampler (Oberfläche leicht zu reinigen)
  • evtl. Oberteile, die man nicht über den Kopf ziehen muss: Schüttlis (Pullover mit seitlicher Knopfleiste) und Wickeljäckchen

Hygiene & Gesundheit

  • Wickelauflage, z.B. “Bobo” von Prolana aus zertifizierter Bio-Baumwolle
  • Wickelunterlage für unterwegs, z.B. Wickelmax (hauptsächlich aus Baumwolle, nur die Liegefläche ist beschichtet)
  • Waschlappen, -schüssel, Isokanne mit warmem Wasser (statt Feuchttücher)
  • Wegwerf- oder Stoffwindeln
  • Spucktücher
  • Weleda-Calendula-Salbe
  • Bauch- und Brustwickel, Thymian-Myrthe-Balsam, Heilwolle

Für die Mama

  • viel Schoki
  • Jackenerweiterung “Kumja”
  • waschbare Stilleinlagen
  • festes Stillkissen
  • Creme gegen wunde Brustwarzen, reines Lanolin

Orte fürs Baby

  • Federwiege
  • Laufstall auf Rollen mit höhenverstellbarem Brett
  • Beistellbettchen neben Elternbett
  • Babyschale fürs Auto

Sonstiges

  • wasserdichter Matratzenschoner
  • Wickelmöglichkeit dort, wo man sich im Alltag am häufigsten aufhält
  • eine gescheite Kamera für richtig gute Bilder und Videos
  • gut gefüllte Tiefkühle mit reichlich Gemüse und Obst

Wir haben ja bereits ein Mädchen großgezogen (na gut, wir sind noch immer dabei *g*) und ich weiß noch genau, wie viele Dinge sich -ohne unser Zutun!- einfach so bei uns angesammelt haben. Welche Auswahl würde ich aus dieser Erfahrung heraus treffen, wenn ich mich für nur fünf Dinge für die ersten drei Monate entscheiden müsste?

Meine aktuellen Top 5

  • Tragetuch oder Tragehilfe für den Alltag
  • Federwiege, also eine Baby-Hängematte
  • richtig gute, waschbare Stilleinlagen
  • Stoff- oder Wegwerfwindeln, da ist die Entscheidung noch nicht gefallen
  • eine kleine, aber feine Auswahl an Bio-zertifizierter Babykleidung mit leicht zugänglichem Windelbereich

Ich bin ultra gespannt, worauf es am Ende rausläuft! Wichtig ist mir jedenfalls: Lieber zu wenig als zu viel, Bio-Qualität, Strapazierbarkeit und -sehr wichtig- dass ich die Dinge einfach gerne anfasse  🙂

Was sind eure Top 5 für die ersten 3 Monate?

Ich freue mich auf eure Antworten, Inspiration, gute Ideen und Produktempfehlungen!