Einkochen in Überfluss-Zeiten

Gemüse, als Eintopf eingekocht

Einen großen Teil des Gemüses, das wir konsumieren, bekommen wir wöchentlich über eine Solidarische Landwirtschaft. Eine bestimmte Menge Gemüse ist also einfach immer “da” und möchte verarbeitet werden. Das ist gut, denn so konsumieren wir tatsächlich mehr Gemüse, als müssten wir es nach Bedarf einzeln im Laden kaufen.

Andererseits gibt es Phasen, da kommen wir nur schwer hinterher. Sinnvoll ist dann natürlich das Anlegen von Vorräten. Wenn auch nur in kleinem Umfang, so haben wir dennoch immer wieder Gemüse haltbar gemacht. Einfrieren geht nicht, denn die Tiefkühle haben wir mangels Nutzung und aus Energiespargründen vor einigen Jahren rausgeschmissen.

Eine weitere Methode zum Haltbarmachen ist das Einkochen. An Tagen, wo die Zeit zum Kochen fehlt, ist das super: Statt einer Konservendose öffnen wir ein Einweckglas, erhitzen den Inhalt und haben ein fertiges Essen auf dem Tisch. „Einkochen in Überfluss-Zeiten“ weiterlesen

Kompostierfähiges Spültuch selbst häkeln

Sisal, Häkelnadel, fast fertiger Spüllappen

Im Garten nutze ich gelegentlich Sisal, Schnur aus Naturfaser. Vorteil ist, dass diese einfach verrotten kann und ich mich nicht extra um die Entsorgung kümmern muss, wenn nicht mehr benötigt. Sisalschnur ist etwas rau beim Anfassen.

Warum nicht genau diese Eigenschaften – raue Oberfläche, Naturfaser, Kompostierbarkeit – für andere Zwecke nutzen? Für ein Spültuch sind das doch super Voraussetzungen. Überlegt. Umgesetzt.

Häkelnadel rausgezogen, zwanzig Minuten gehäkelt, fertig! „Kompostierfähiges Spültuch selbst häkeln“ weiterlesen

Regionale Superfoods – Gesundes wächst auch um die Ecke

Natürlich, gesund ernähren wollen wir uns ja alle. Gerne habe ich hin und wieder auch schon eines der gerade so trendigen “Superfoods” gekauft. Jedoch: Es fühlt sich einfach nicht perfekt an, diese von weit her importierten Lebensmittel zu konsumieren.

  • Die CO2-Bilanz dieser Waren ist katastrophal, also schlecht für meinen ökologischen Fußabdruck.
  • Ich kenne nicht die Umstände, unter welchen diese Lebensmittel hergestellt werden, auch wenn ich darauf achte, dass es bio und fair gehandelt ist. Geht es den Produzenten gut? Wer erntet die Produkte? Was befand sich an den Produktionsstätten, bevor dort die Superfoods angebaut wurden? Schade ich durch mein Kaufverhalten vielleicht sogar?
  • Die Schadstoffbelastung kann sehr hoch sein, beispielsweise bei konventionellen Goji-Beeren aus China.
  • Superfoods sind in der Regel in kleinen Einheiten in Plastik verpackt.
  • Sie sind oft ziemlich teuer.

Was jedoch ist die Alternative? „Regionale Superfoods – Gesundes wächst auch um die Ecke“ weiterlesen

Knuspermüsli im Handumdrehen

Fehlt nur noch Flüssigkeit zum Müsli. Orangensaft, Milch, Sojadrink, Joghurt?

Ich verwende folgende Zutaten:

  • 400g Mehrkornflocken, bio, Papierverpackung
  • 100g Nüsse, Trockenobst, jeweils ganz oder zerkleinert nach Belieben
  • 75g Honig, Zucker, Zuckerrübensirup oder Ähnliches, meist bunt gemischt
  • 50g Butter
  • 50ml Wasser
  • 1 EL Nussmus nach Geschmack
  • 1 EL Vanillezucker aus unserem selbst angelegten Vorratsglas (keine Wegwerf-Einzeltütchen)
  • evtl. 1 EL Kakao-Pulver
  • evtl. 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

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Meersalz-Nasenspray im nachfüllbaren Glasfläschchen

Sprühflaschen zur Nasenbefeuchtung

In der Schnupfenzeit ist uns Nasenspray ein häufiger und hilfreicher Begleiter. Die kleinen 20ml-Fläschchen aus dem Drogeriemarkt sind jedoch oft vollständig aus Plastik, die Verpackung aus Plastik und Karton – Immer wieder aufs Neue landet das alles im Müll. Muss das sein? In der Apotheke gibt es immerhin Sprays in Glasfläschen, verpackt in Karton, diese finde ich jedoch ziemlich teuer.

Selbst gemixtes Nasenspray im Glasfläschchen

Dabei ist es so leicht, eine Meersalz-Lösung selbst herzustellen! „Meersalz-Nasenspray im nachfüllbaren Glasfläschchen“ weiterlesen

Hautcreme aus vorhandenen Zutaten

verschiedene Zutaten für Creme

Der Winter hat mir an den Händen sehr trockene Haut beschert, einfach mit Olivenöl einreiben half nicht, eine geeignete Creme hatten wir nicht im Haus.

Aus vorhandenen Ressourcen schöpfen

Gerne nutze ich – wie in der Permakultur gelernt – vorhandene Ressourcen. Daher habe ich zusammengeholt, was wir an geeigneten Ingredienzen für eine selbstgemachte Creme zuhause haben:

  • Olivenöl, kaltgepresst und bio, Glasflasche
  • Bienenwachs in Demeter-Qualität, ohne Verpackung erhalten
  • ein angebrochenes Döschen Wollfett, leider im Plastiktiegel
  • Honig, ebenfalls Demeter-Qualität, Glasbehälter
  • Propolis-Lösung, Glasfläschchen

„Hautcreme aus vorhandenen Zutaten“ weiterlesen

Roggenmehl statt Shampoo

Mehl, Roggenmehl, Wasser

Man nehme ein bis zwei Esslöffel Roggenmehl, je nach Haarlänge, mische es mit etwas Wasser zu Brei, und fertig ist ein großartiger Shampoo-Ersatz.

Lebensmittel zur Körperpflege?

Es erschreckt dich, ein Lebensmittel zur Körperpflege zu benutzen? Das kann ich verstehen. Was für eine Verschwendung! Wenn man allerdings genauer hinschaut, tust du der Welt damit etwas Gutes: „Roggenmehl statt Shampoo“ weiterlesen

“Clean Eating” – Wie man sich sauber gut ernährt

Nachhaltig, lecker und gesund soll es sein, was auf den Tisch kommt – Das ist schon lange mein Bestreben. Immer wieder neue Aspekte hierzu ergaben und fanden sich in den letzten Jahren.

Ein spannendes Konzept begegnete mir im Herbst 2016 in Form eines Buchs: Clean Eating – Basics* von Hannah Frey. Ich hab mich gefreut wie eine Schneekönigin, endlich eine große Zahl der mir wichtigen Aspekte zum Thema Ernährung gebündelt in Buchform zu finden, und direkt von einigen weiterführenden Aspekten und Anregungen profitieren zu können.

“Clean Eating bedeutet”, dass…

… wir unser Essen selbst zubereiten und wissen, was drin ist,

… das Kochen und Essen “bewusst und mit Achtsamkeit” geschieht,

… ich “auf Konservierungsstoffe, künstliche Aromen, Süßstoffe, Geschmacksverstärker und Transfette [verzichte]”,

… “Superfoods […] in den Speiseplan [integriert]” werden,

… wir uns “von biologischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln [..] ernähren”. Dieser Aspekt ist mir ein Herzensanliegen, kommt jedoch in Hanna Freys Umsetzung (Rezepte, Empfehlungen, Blog, weitere Bücher) leider zu kurz.

Eine wunderbare Zusammenstellung! Findet ihr nicht auch? Wer sich mit diesen Grundlagen näher beschäftigen möchte, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Ein Rezepteteil liefert tolle Inspirationen und neue Ideen.

Etwas fehl am Platz erschien mir das Kapitel zum Thema Yoga. Der Aspekt der “regionalen und saisonalen Lebensmittel” spiegelt sich im Rezepteteil leider nur gering wider, da muss man sich selbst ggf. weiter einarbeiten.

Nichtsdestotrotz: Ein Buch, mit dem ich von Herzen etwas anfangen kann und das ich darum gerne weiterempfehle. Einfach, weil es ein so schlüssiges, einfaches und für mich stimmiges Konzept beschreibt.

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Clean Eating Basicsalle Zitate beziehen sich auf
Frey, Hannah: Clean Eating – Basics*, Gräfe und Unzer Verlag, 2016, Innenseite Buchdeckel

Foto: „Wall_Food_10229“ von Michael Stern, CC BY-AL 2.0