Nicole von Biotopica Farm verrät uns ihr Rezept für fruchtbaren Boden

Nicole führt als Selbstversorgerin für sich, ihre Familie und die zur Farm gehörenden Tiere einen Permakultur-Hof. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilt sie auf ihrem lesenswerten Blog Biotopica Farm.

Darüber, wie man den eigenen Boden fruchtbar macht und hält, weiß sie genau Bescheid. Es ist kein Wissen um kurzfristige Erfolge wie in der konventionellen Landwirtschaft und teilweise auch in durchschnittsdeutschen Gärten. Ihr geht es darum, das gute Leben im Boden langfristig zu fördern.

Lest selbst, lernt und lasst euch inspirieren!
Liebe Nicole, Danke für das Interview! „Nicole von Biotopica Farm verrät uns ihr Rezept für fruchtbaren Boden“ weiterlesen

Nähen: 5 Wege, wie dein geliebtes DIY-Hobby nachhaltiger wird [und warum es bereits nachhaltig ist]

Du bist Selbermacher_in und im DIY-Fieber? Du nähst Kleidung, Equipment, Wohntextilien? Verkaufst vielleicht sogar bei Etsy oder im eigenen OnlineShop? Total toll!

Mit dem Nähen erreichst du bereits sehr viel: Dein Slavery Footprint schrumpft. Denn du lässt keine Näherinnen in elender Arbeitssituation in Bangladesh oder anderswo für dich schuften.

Wie kann‘s noch nachhaltiger werden, das Nähen?
Fünf Punkte aus meiner Erfahrung. „Nähen: 5 Wege, wie dein geliebtes DIY-Hobby nachhaltiger wird [und warum es bereits nachhaltig ist]“ weiterlesen

Das leckerste DIY Brot ever: Brot backen für Sauerteig-Anfänger

Selbermachen fördert das Bewusstsein über die Dinge.

  • Wer einen Landwirt beim Bestellen der Felder beobachtet,
  • wer dem Imker bei der Arbeit am Bienenvolk über die Schulter schaut,
  • wer mit den Kids ein Baumhaus zimmert,
  • wer versucht, selbst Gemüse im Garten anzubauen –

Der weiß, wie wertvoll all die Dinge sind, die uns zur Verfügung stehen. Unterschiedlichste Sachen auszuprobieren und in mein und unser Leben zu integrieren, das tut mir gut. Einer der Orte, an denen ich meine Neugier stille, ist die Küche.

Immer wieder habe ich in den letzten Jahren Brot gebacken. Manche sind besser gelungen, manche schlechter. Bis es nun endlich rund läuft:

Selbst gemachtes Brot
aus Mehl, Wasser und Salz.

Sonst nix.

Wie dir das ebenfalls gelingt, liest du hier.
Viel Freude beim Ausprobieren! „Das leckerste DIY Brot ever: Brot backen für Sauerteig-Anfänger“ weiterlesen

Die 5 nachhaltigsten Geschenkideen für Weihnachten

Du bist auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für deine Lieben? Lass dich inspirieren von diesen Vorschlägen für mehr Nachhaltigkeit unterm Christbaum.

„Die 5 nachhaltigsten Geschenkideen für Weihnachten“ weiterlesen

Tauschtisch – Befrei dich von Sachen, freu dich über Neues

Tauschtisch - Befrei dich von Sachen, freu dich über Neues

Ich bin großer Fan von

  • Dingen in Nutzung statt im Dornröschenschlaf,
  • dem positiven Gefühl, für mich überflüssigen Kram freizulassen,
  • der Freude, wenn jemand etwas anfangen kann mit den von mir aussortierten Dingen.

Abseits des klassischen Konsums

Vor einigen Jahren hatte ich mit einer Freundin einen Straßenflohmarkt in der und für die Nachbarschaft initiiert und umgesetzt. Da wurde mir so richtig bewusst, wieviele Dinge es allein in unserer direkten Umgebung in den einzelnen Haushalten gab. Welche Mengen an Material hier genutzt wurden oder -nur- im Dornröschenschlaf schlummerten. „Tauschtisch – Befrei dich von Sachen, freu dich über Neues“ weiterlesen

So wirst du deinen Kram los: 13 Alternativen zur Mülltonne

Dinge zu verschenken vor dem Haus

Der Minimalismus greift um sich – die neue Leichtigkeit. Hat’s dich auch erwischt? Wer ausmistet, gibt schlummernde Ressourcen frei. Ein ultra wichtiger Schritt auf dem Weg in ein nachhaltiges Leben.

Seit über einem Jahr arbeite ich an der Idee, unseren Haushalt auf Lieblingsdinge und wirklich Notwendiges zu reduzieren.

Zwar bin ich nicht zur Hardcore-Minimalistin geworden und habe mich auch nicht von 90 Prozent meiner Besitztümer getrennt. Aber:

Wie frei und licht unsere Wohnung und das Gartenhaus sein können, verblüfft mich immer wieder aufs Neue. „So wirst du deinen Kram los: 13 Alternativen zur Mülltonne“ weiterlesen

Je höher das Einkommen, desto schlechter die Ökobilanz

Geld regiert die Welt?

Schon irgendwie ernüchternd, oder? Wenn du wissen willst, wie gut oder schlecht deine Ökobilanz ist, genügt ein Blick auf die persönliche Einkommensaufstellung. Im Detail ist’s natürlich nicht ganz so easy, aber statistisch gesehen fährt unsere Gesellschaft diese Schiene im Moment. Die entsprechende Studie veröffentlichte das Umweltbundesamt (UBA) Mitte 2016.

Mein Haus, mein Auto, meine Flugreisen: Die ‘Big Points’

„Je höher das Einkommen, desto schlechter die Ökobilanz“ weiterlesen

Ein Händchen Müll pro Woche

gepresste Müllballen

“Geiler Scheiß!” – Klappe, die Dritte.

Simons Mülltonnen hungern. Interessiert, bewusst und kontinuierlich beschäftigt er sich damit, wie er möglichst müllfrei leben kann. Das aktuell brandheiße Thema “plastikfrei” ist dabei ein wichtiger Unterpunkt. Als Einkäufer im Unverpackt-Laden in Würzburg ist Simon in einem Film-Beitrag von BR24 zu sehen. Wer ihn kontaktieren möchte, kann das per Facebook tun.

Vielen Dank für das nachfolgende Interview, Simon! „Ein Händchen Müll pro Woche“ weiterlesen

Wie du sparsam Wäsche wäschst

weiße Handtücher

Wie schaffen wir es, nachhaltig und sparsam unsere Textilien sauber zu halten?

Aus dem Motto “Reduce, reuse (re-use), recycle” leite ich für mich die ersten beiden Punkte ab, die sich inzwischen bewährt haben und mir in Fleisch und Blut übergegangen sind:

REDUCE – Lieblingskleidung statt vollgestopfter Kleiderschrank

Im Frühjahr 2016 hat es mich gepackt: Der Inhalt meines Kleiderschranks nervte mich so sehr, dass ich alle Bekleidung auf einen Berg stapelte und durchsortierte. Jedes Teil nahm ich in die Hand, fühlte kurz hin und wusste dann, ob das Stück bleiben durfte oder meinen Schrank verlassen sollte. Ziel: Die Kleidung, die ich besitze, trage ich gern, den Kleiderschrank öffne ich gern, Altlasten sind weg. Es hat funktioniert, juppi!, und hatte einen unerwarteten Nebeneffekt: Der Wäschekorb füllt sich langsamer!

Vermutlich liegt es daran, dass es kaum mehr Kleidungsstücke gibt, die ich nur halb-gerne trage. Diese sind früher recht schnell im Wäschekorb gelandet, auch wenn sie eigentlich nochmal hätten getragen werden können. Ein Jahr ist das Ausmisten her und ich merke, dass es immer wieder Kleidungsstücke gibt, die weg dürfen. Hier am Ball zu bleiben ist einfach, wenn ich es nicht zu lange vor mir herschiebe.

REDUCE, REUSE – Wäscheberg reduzieren

Möglichst klein soll der Wäscheberg bleiben. Ich bin bemüht, den Wäschedurchlauf “tragen – waschen – trocknen” auf ein Minimum zu reduzieren. Dabei hilft mir – neben dem großen Aussortieren im letzten Jahr – insbesondere das abendliche Aufhängen der getragenen Teile auf Kleiderbügel. Seit ich mir das angewöhnt habe, kann ich viele Kleidungsstücke wesentlich häufiger tragen als früher. Könnte ich die Kleidung zum Auslüften nachts sogar nach draußen hängen, wäre der Effekt vermutlich noch größer. Probier’s aus, es funktioniert super!

Waschmittel öko

Das Waschen selbst: Wir verwenden – war ja klar! – Waschmittel von Öko-Herstellern. Beliebt sind hier Baukastensysteme, um die einzelnen Bestandteile je nach Situation und Bedarf dosieren zu können.

  • Erst mal gibt es das Waschpulver selbst, je nach Verschmutzungsgrad der Wäsche kann man mehr oder weniger verwenden. Es ist KEIN Vollwaschmittel. Beispiel: “Klar Color-Waschmittel EcoSensitiv”
  • Das Waschpulver funktioniert am besten bei weichem Wasser. Um möglichst wenig Waschmittel verwenden zu müssen, gibt man also einen Wasserenthärter dazu. Beispiel: “Klar Enthärter EcoSensitive”
    Im Vorhinein sucht man sich 1x raus, welche Wasserhärte zuhause aus der Leitung kommt. Unser Stadtteil wird mit Bodenseewasser versorgt und hat eine Gesamthärte von 8,9°dH. Das ist weder hart, noch weich. Es macht also Sinn, etwas Enthärter zuzugeben.
  • Bei weißer Wäsche kommt ein bleichender Baustein dazu. Mit diesem kann man auch sehr verschmutzte Wäsche vorbehandeln, beispielsweise über Nacht einweichen. Beispiel: “Klar Fleckensalz EcoSensitive”
  • Sonstige Regeln: Möglichst keine nur halb vollen Waschmaschinen starten. Gewaschen wird bei uns vor allem am Freitag und Samstag, so kann sich über die Werktage genug ansammeln, um die Maschine voll zu bekommen. Und – großer Vorteil – wir müssen nicht werktags auch noch ständig ans Waschen denken.
    Die Maschine nicht vollstopfen; Oben sollte noch etwas Luft sein, damit die Wäsche durch mechanische Reinigung – also Bewegung und gegenseitiges Berühren der Teile – sauber wird und nicht eingepresst in der Trommel liegt.

Gelegentlich waschen wir mit Kastanien, vielleicht auch spannend für dich? Das ist natürlich eine sehr sparsame und nachhaltige Art zu waschen. Kastanien liegen im Herbst nur ein paar Schritte von unserer Haustür entfernt zu Hauf herum. Das enthaltene Saponin macht man sich zunutze, indem man fünf bis zehn Kastanien viertelt, in ein Glas gibt und mit Wasser auffüllt. Nach einigen Stunden ist das Wasser milchig geworden und man gießt es in das Waschmittelfach der Waschmaschine. Die eingeweichten Kastanien gebe ich in einem grobmaschigen Beutelchen mit in die Trommel (nicht bei Weißwäsche). Die Wäsche wird erstaunlich sauber. Einfach mal ausprobieren!